Clusteranalyse

Bei der Clusteranalyse werden anhand der räumlichen Nähe einzelner Fixationspunkte Areas of Interest gebildet. Dabei spielen der Fixationsrang und die Länge der einzelnen Fixationen keine Rolle.

Bei der räumlichen Clusterung wird der gesamte Untersuchungsabschnitt zuerst in Zeitfenster unterteilt. Die Größe der Zeitfenster ist dabei frei wählbar (z.B. die gesamte Verweildauer auf dem Stimulus oder die Erkundungsphase). Anschließend werden in jedem Zeitfenster die Fixationsorte bestimmt. Cluster werden nun gebildet, in dem Bereiche (Areas of Interest) festgelegt werden, in denen eine hohe räumliche Konzentration an Fixationen erfolgte. Dabei spielt weniger die Anzahl der Fixationen eine Rolle sondern vielmehr die räumliche Distanz zwischen den einzelnen Fixationen. Dabei kann festgelegt werden, wie groß die maximale Distanz zwischen zwei Fixationspunkten (im englischen „distrance threshold“ genannt) sein darf, um noch zu dem Cluster gehören zu dürfen (z.B. 75 Pixel).

 

Die Vorgehensweise:

Zunächst werden Fixationspaare zwischen den am nächsten zueinander liegenden Fixationspunkte gebildet (die jedoch nicht weiter als die definierte maximale Distanz auseinander liegen dürfen). Anschließend werden all jene Paare miteinander verbunden, die innerhalb der definierten Distanz liegen dürfen. Dies wird solange fortgeführt bis keine Verknüpfung mehr möglich ist, da die Distanzen zwischen den Fixationspunkten zu groß sind. Abschließend bildet der äußere Rand der verknüpfen Fixationen die Clusterfläche.

Autor: Sebastian Goldstein