Fixationshäufigkeit (relativ)
Die relative Fixationhäufigkeit gibt die Anzahl der Fixationen auf ein definiertes Objekt oder Bereich (Area of Interest) im Verhältnis zur Gesamtzahl der Fixationen während eines bestimmten Zeitraums an. Bei Gültigkeit der Eye-Mind-Assumption und der Immediacy-Assumption kann aus der Verteilung der relativen Fixationshäufigkeiten geschlossen werden, welche Bereiche vergleichsweise interessanter/ wichtiger sind als andere [Rötting 2001: 104]. Die relativen Fixationshäufigkeiten eines Areas of Interest drücken dabei aus, mit welcher Wahrscheinlichkeit dieses Seitenelement die Aufmerksamkeit des Nutzers auf sich zieht [vgl. Yom 2003: 156 oder Krappmann 1993: 39].
Für das Webdesign bedeutet dies, dass Bereiche mit einer hohen relativen Fixationshäufigkeit eine höhere Bedeutung und damit eine höhere Wertigkeit aufweisen als Bereich mit geringerer Fixationshäufigkeit [Berghaus 2005: 108]. Daraus folgt, dass die wichtigsten bzw. am häufigsten genutzten Elemente in zentraler Seitenposition angeordnet werden sollten oder ihnen eine große Reizwirkung immanent ist. Für das Design von Flugzeug-Cockpits bedeutet dies, dass alle wichtigen und zentralen Elemente auch zentral und gut sichtbar positioniert werden sollten. Wie bei dem Parameter über die Sakkadenweite noch erläutert wird, sollten zudem alle wichtigen Elemente so nah wie möglich positioniert sein, damit die Sakkadenweite minimiert wird.
Die relative Fixationshäufigkeit von Objekten wird häufig auch in Form einer Markov Matrix nullter Ordnung dargestellt.